Stellungsnahme Windkraft 2015

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Stellungsnahme Windkraft 2015

Naturschutz statt Naturzerstörung
- KEINE WINDRÄDER IN UNSEREM WALD!

  petition-keine-windraeder-im-wald-lfv

 

 LINK ÜBERSICHT

 

Unterzeichnen ONLINE-PETITION zum Schutz und Erhalt des Waldes

Regionalplan "Freiraum und Windenergie" (2. Entwurf)

 

Informationen zu unserem Engagement

 


 

 

Literatur zum Thema  Windenergieanlage - Wald

ist im Online Angebot der Bibliothek des Bundesamtes für Naturschutz einsehbar.

Datenbank „Dokumentation Natur und Landschaft - online“ (DNL-online)

http://www.dnl-online.de/


 

 

Erfolgreiche Unterschriftenübergabe gegen Windräder in unsere Region

Wir möchten uns bei allen Vereinsmitgliedern und den vielen Bürgerinnen und Bürgern ganz herzlich bedanken, die am Samstag, 21.05.2016, den Weg nach Kremmen gefunden haben, um mit dem Vorstand gemeinsam gegen die geplanten Windeignungsgebiete “in unseren Wäldern” zu demonstrieren.

Unsere 787 Protest-Postkarten flatterten eindrucksvoll im Wind und über 30 Plakate mit unserem Motto “Keine Windräder in unserem Wald” wurden von den Anwesenden in die Höhe gehalten.

Sebastian Partzsch, Detlef Hase, Helga Müller-Wensky und Peter Bendoraitis hielten wie geplant die vorbereiteten und aufeinander abgestimmten Reden, die von den rund 100 Anwesenden mit Zustimmung und teilweise sogar mit Beifall gut aufgenommen worden sind. Mitglieder der Volksinititative Rettet Brandenburg nutzten die Möglichkeit, für das laufende Volksbegehren für einen höheren Mindestabstand zur Wohnbebauung und gegen Windkrafträder im Wald zu werben.

Höhepunkt der Veranstaltung war jedoch die Aushändigung einer Übergabeurkunde an den Kremmener Bürgermeister Klaus-Jürgen Sasse, mit der die symbolische Übergabe der 787 Protest-Postkarten mit den Unterschriften der Bürgerinnen und Bürger gegen die aktuell geplanten Windeignungsgebiete erfolgt ist. Sehr sympathisch kam auch herüber, wie Bürgermeister Sasse danach “als Bürger” zu den Anwesenden gesprochen hat und keinen Hehl daraus machte, dass er die Planung dieser Windeignungsgebiete ebenfalls ablehnt und sich bemühen wird, die Region Kremmen vor dem Bau von Windrädern in diesen Waldgebieten zu schützen.

Wie geplant endete unsere Veranstaltung nach ca. 60 Minuten und alle Anwesenden waren sich einig: Da ist dem Landschaftsförderverein eine gut vorbereitete und sehr öffentlichkeitswirksame Aktion gelungen. Aber klar dürfte auch sein: Es werden weitere Aktionen erforderlich, soll der Ausweis dieser Windeignungsgebiete verhindert werden.

Die Rede des Vorsitzenden finden Sie hier: … als PDF (in einem extra Fenster)

Bilder unserer Fotografen:

IMG_7500 Keine Windräder in unserem Wald Oberes Rhinluch e.V.IMG_7506IMG_7507IMG_7509

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Foto: G.Becker

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Foto: K.Michalek

 

Video (6 min) in verschiedenen Auflösungen/ Formaten:

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Stellungnahme zum 1. Entwurf des Regionalplans "Freiraum und Windenergie

 

Der Vorstand hat eine Stellungnahme gegen den Ausweis von neuen Windeignungsflächen in zwei schützenswerten Waldgebieten bei Beetz/Neuendorf und bei Staffelde/Autobahndreieck Havelland erarbeitet und einstimmig beschlossen.

 

PRESSE-MITTEILUNG des LFV Oberes Rhinluch e.V.

Zusammenfassung der Argumente

Fachbeitrag-Biotopausstattung-in-EG  (5 MB/ Text-Foto/ 7 Seiten/ PDF )--> Es öfffnet sich ein extra Fenster

Vollständige Stellungnahme  (0,2 MB/ Text/ 18 Seiten/ PDF )--> Es öfffnet sich ein extra Fenster

 

 

Aufnahmen von den geplanten Waldgebieten

11 Aufnahmen

  Kartenansicht EG 34
Blick-auf-WaldkanteBuchenwald-mit-TotholzanteilEichenwald-Heidelbeere-WEG-34Laubwald-WEG-34      EG-34-Waldkartierung
     

 

 

 

Regionalplan "Windenergienutzung"  (Regionale Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel)

 

 

 

Sie erreichen unseren Arbeitskreis unter:  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

 

Danke für Ihre Aufmerksamkeit

AK Windkraft des LFV Oberes Rhinluch e. V.

 

 

 

 

Kurztexte

 

Windeignungsgebiet 34

A) Die Eignung für die Aufstellung von Windkraftanlagen geht von einem Wald aus monotonem Forstbeständen aus. Stattdessen besteht das Gebiet flächendeckend aus hochwertigem Mischwald und alten Eichen- und Buchenwaldbeständen mit hoher Naturschutzwürdigkeit.

1. Es ist kein Wirtschaftswald wie in der zugrunde gelegten Waldfunktionskarte ausgewiesen, sondern eine Waldfläche mit hoher ökologischer Bedeutung.

2. Das Gebiet ist Bestandteil eines großen geschlossenen Waldgebietes mit hohem Tabuzonenanteil und umgeben von absolut schutzwürdigen Flächen (Nationales NaturErbe, Freiraum und SPA).

 

B) Der Wald im geplanten Gebiet ist Brutstätte, Lebens- und Nahrungsraum für mehrere störungssensible, seltene und schützenswerte Vogelarten wie Seeadler, Fischadler, Wanderfalke und Hohltaube. Der Schwarzstorch nistete noch vor kurzem in dem Gebiet.

1. Seeadler: Schutzzone von 3 Kilometern nach TAK-Liste überdeckt gesamtes Gebiet.

2. Fischadler brütet 400m von der Grenze des Gebietes entfernt. Die Schutzzone reicht 600 Meter in das geplante Windeignungsgebiet hinein.

3. Wanderfalke brütet 800 Meter von der Grenze des Gebietes entfernt. Die Schutzzone reicht 200 Meter in das Gebiet.

4. Hohltaube: Vorkommen im Gebiet wurde bestätigt.

5. Schwarzstorch brütete bis vor kurzem im Gebiet, Habitatstruktur weiterhin für die Art geeignet.

 

C) Das geplante Windeignungsgebiet beeinträchtigt die An- und Abflugzonen von Europas zweitgrößtem Binnenrastplatz für Kraniche aus und in Richtung Osten.

1. Mehr als hunderttausend Kraniche und zehntausend Gänse aus Osten und Nordosten fliegen den Herbstrastplatz Linum an.

2. Die Thermik der ungestörten Waldkante des geplanten Windeignungsgebietes ist Voraussetzung für das Aufsteigen der Kraniche beim Abflug.

3. Der ungestörte Freiraum der unmittelbar benachbarten Luchlandschaft ist wichtiger Raum zur Nahrungssuche und zum Anflug des Rastplatzes für Kraniche.

Windeignungsgebiet 34


 

Windeignungsgebiet 35

 

•  Bei der Planung des Windeignungsgebietes wurden bestehende Schutzgebiete und die Beeinträchtigung benachbarter Schutzgebiete nicht ausreichend berücksichtigt.(LSG und SPA)

•  Die Flugbeziehungen störungssensibler Tierarten wie Kranich und Gans zwischen Brut-, Rast-und Nahrungsplätzen wurden nicht berücksichtigt.

•  Die Funktion des geschützten Rastplatzes wird durch die Planung des Windeignungsgebietes gestört.

 

 

Vorranggebiete Freiraum

• Die im Entwurf zum Regionalplan Windenergie und Freiraum enthaltenen Ausweisungen zu Vorranggebieten Freiraum sind um die Flächen des gesamten Kremmener Luchs, des Hohenbruch-Schleuenschen Luchs, des Ziehtener Luchs und des Neukammer Luchs zu erweitern .

• Bei den genannten Luchgebieten handelt es sich um ökologisch besonders wertvolle Offenlandflächen, die für den Vogelzug eine internationale Bedeutung haben und auch vielen einheimischen und bedrohten Tierarten eine Lebensgrundlage bieten. Entsprechend der Zielstellung für die Freiraum-Vorranggebiete, nämlich ökologisch hochwertige und bedeutsame Freiräume nachhaltig zu schützen, sind diese Luchgebiete in die Planung der Freiraum-Vorranggebiete mit aufzunehmen.

 

 

 

 

Video (6 min) in verschiedenen Auflösungen/ Formaten:

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Zusammenfassung und Schlussbemerkung

 

Für die Ablehnung der geplanten EG 34 und EG 35 sind folgende Argumente maßgeblich:

 

1. Die Methode der SUP ist grundsätzlich nicht geeignet, zu Ergebnissen zu kommen, die die tatsächlichen Gegebenheit vor Ort angemessen und korrekt berücksichtigen, ursächlich hierfür ist eine lücken- und fehlerbehaftete Datenbasis und das Versäumnis, diesen Mangel durch ortsbezogene Untersuchungen zu beseitigen.

 

2. Bei dem EG 34 handelt es sich nicht nur um Flächen, die als „forstwirtschaftliche Monokulturen“ zu bezeichnen sind, sondern es gibt zahlreiche wertvolle, abwechslungsreich strukturierte Forstflächen mit zahlreichen alten Laubbäumen und mit Totholz, so dass es sich insgesamt um einen schützenswerten Lebensraum handelt.

 

3. Bei genauer Betrachtung der Beschaffenheit des EG 34 kommt man zu dem Ergebnis, dass das Gebiet das Potential hat, für Schreiadler, Rotmilan, Schwarzstorch, Schwarzspecht und Hohltaube als Brutgebiet gut geeignet zu sein. Schwarzspecht und Hohltaube haben wir bei unseren Gebietsbegehungen selbst gesehen bzw. gehört. Die Horstreviere von Wanderfalke, Fischadler und Seeadler liegen innerhalb des Eignungsgebietes, so dass die Horstschutzzonen gemäß § 33 (1) Nr. 1 BbgNatSchG teilweise im Gebiet liegen. Die 3000-Meter-Schutzzone lt. TAK für den Seeadler überdeckt das EG 35 vollständig.

 

4. Hinzu kommt, dass das angrenzende Schleuensche Luch auch als Nahrungshabitat für Kraniche vom Schlafplatz Linum bedeutsam ist und der südliche Waldrand wegen seiner Thermik auch von den Kranichen auf ihrem täglichen Rückflug zum Schlafplatz Linum genutzt wird. Außerdem sind zukünftige WEA nahe dem Südrand von EG 34 ein Hindernis mit unerwünschter Barrierewirkung, weil viele Kraniche beim Zuzug aus Richtung Nordosten hier eintreffen und langsam ihre zugtypische Flughöhe reduzieren.

 

5. Das Gebiet hat auch das Potential für zahlreiche Fledermausquartiere, so dass es unverantwortlich ist, es ohne weitere Untersuchungen als EG auszuweisen.

 

6. Wegen der erkannten, in den Ziffern 3 und 4 dargestellten Eigenschaften des Gebietes prognostizieren wir, dass die mit der Errichtung von WEA verbundenen Rodungs-arbeiten, Fundament- und Wegearbeiten zu erheblichen Störungen schützenswerter Vogel- und Fledermausarten führen werden und dies mit dem Verlust von Brut- und Lebensräumen verbunden sein wird. Außerdem gefährdet die mit der Errichtung der WEA verbundene Grundwasserabsenkung geschützte Biotope .

 

7. Ferner ist davon auszugehen, dass durch die Erschließungsmaßnahmen das Gebiet insgesamt störungsanfälliger wird, weil durch das erforderliche Wegenetz für die Errichtung und Wartung der WEA die Gebietszugänglichkeit insgesamt erheblich erhöht wird. Auch dies wird zu einem Mehr an Störungen bei den störungsempfindlichen Arten des Gebietes führen.

 

8. Aus unserer Sicht wird das Waldbrandrisiko im Zusammenhang mit einem nicht völlig auszuschließenden Brandrisiko in der WEA-Gondel in dem Bericht unterschätzt, die Offenlandstrategie bei einem WEA-Brand ist im Wald nicht anwendbar wegen der Fülle brennbarer Materialien im Wald; eine Alternativstrategie für den Brandfall wird in dem Bericht nicht aufgezeigt, so dass davon auszugehen ist, dass im Brandfall wertvoller Baumbestand und Lebensräume vernichtet werden.

 

9. Die angedeutete Möglichkeit, in dem Waldgebiet, das vom EG 34 betroffen ist, kleinere Flächen zu deren Schutz freizuhalten, überzeugt nicht, denn diese kleineren Flächen werden voraussichtlich von den WEA „umzingelt“ sein, so dass das Kollisionsrisiko über den WEA-bebauten Flächen zunimmt. Dies gilt sowohl insbesondere für die hoch jagenden Fledermausarten, als auch für die im Wald brütenden Greifvogelarten.

 

10. Bzgl. des EG 35 machen wir zunächst ebenfalls die Unterbewertung des Waldbrandrisikos geltend, insbesondere, weil es sich weitgehend um einen besonders brandgefährdeten Kiefernforst handelt, jedoch auch, weil es ein ausgewiesener Schutzwald für Mensch und Tier ist.

 

11. Hauptargument unserer Ablehnung des EG 35 ist, dass die Verfasser des Umweltberichtes offensichtlich von den tatsächlichen Gegebenheiten der Herbstrast der Kraniche keinerlei Kenntnisse haben und somit zwangsläufig zu einer falschen Bewertung kommen müssen. Das fängt bei der völlig falschen Angabe zur Zahl der rastenden Kraniche an und hört bei der Unkenntnis der tatsächlichen Flugbeziehungen im Gebiet auf.

 

12. In Anbetracht der tatsächlichen Kranich- und Gänserastzahlen wird die Barrierewirkung von errichteten WEA im EG 35 und das Kollisionsrisiko , insbesondere bei Schlechtwetter- und Nebellagen, offensichtlich unterschätzt, weil der Umweltbericht auf diese Risiken kaum eingeht.

 

13. Bzgl. der Schutzgüter Erholungspotential und Landschaftsbild kommen wir zu dem Ergebnis, dass WEA im EG 35 einerseits den Golfbetrieb am Golfplatz Kallin beeinträchtigen werden. Andererseits wird die abendliche Beobachtung der zu den Schlafgewässern ziehenden Kraniche von Hunderten von Gästen, die durch die Herbstrast der Kraniche angezogen werden, erheblich beeinträchtigt . Außerdem weisen wir auf wirtschaftliche Risiken für die Linumer Kleingewerbestrukturen hin, wenn wegen der Beschädigung des Landschaftsbildes u.a. die Kranich- und Storchtouristen weniger werden.

 

14. Kumulative Beeinträchtigungen der Schutzziele des dortigen SPA-Gebietes durch nachteilige Auswirkungen von landwirtschaftlichen Entwicklungen sowie anderer Bauvorhaben bleiben mangels spezifischer Ortskenntnisse bei der Bewertung des EG 35 ebenfalls unberücksichtigt.

 

 

Wir kommen deshalb zu dem Ergebnis, dass in dem Umweltprüfbericht die EG 34 und 35 völlig falsch bewertet sind, lehnen deshalb die vorliegende Planungsabsicht bzgl. dieser beiden EG ab und schlagen vor, diese beiden Gebiete aus der Planungsabsicht vollständig herauszunehmen.

 

Zum Teilplan „Freiraum“ fordern wir die Erweiterung des Vorranggebietes um die Flächen des Hohenbruch-Schleuenschen Luches, des Kremmener Luches, des Ziethener Luches und des Neukammer Luches.

 

Außerdem schlagen wir vor, die Planung zu den Vorbehaltsgebieten „Historisch bedeutsame Kulturlandschaft“ zu ergänzen - insbesondere wegen der alten Ortskerne von Kremmen, Beetz, Sommerfeld, Staffelde und Groß-Ziethen.

 

 

 

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