+++ LFV-Ticker 2018-12-19 +++

 

Lasst Bienen fliegen



Vor wenigen Tagen meldete sich bei mir ein junger Mann aus dem Rheinland, der auf unseren Naturschutzverein im „Rhin-Land“ aufmerksam geworden ist. Er ist sozusagen ein Botschafter - genauer genommen ein Botschafter der Bienen - und in wichtiger Mission unterwegs.

In mühevoller Arbeit hat der Naturfreund einen umfangreichen Artikel zum Thema Bienensterben (und wie man es z.B. durch Gestaltung eines bienenfreundlichen Gartens verhindern kann) mit vielen Informationen und praktischen Tipps erstellt und unseren Verein gebeten, seine Botschaft für die Schaffung einer besseren Welt für Bienen weiterzutragen. Dieser Bitte konnten wir uns selbstverständlich nicht verschließen und haben nun den Artikel

https://pflanzentanzen.de/tipps-guides/bienenfreundlicher-garten/

auf unserer Webseite verschaltet (in der Rubrik „Medien-Links“.) Denn hilft man den Bienen, so hilft man gleichzeitig auch anderen vom Rückgang betroffenen Insekten, Käfern und Vögeln, ihr Überleben in unserer recht ausgeräumten Landschaft zu sichern.

Also machen Sie bitte mit, leiten den Artikel an Freunde und Verwandte weiter und gestalten Sie Ihren Garten, Balkon oder eine kleine Freifläche vor Ihrem Wohnhaus ab sofort zu einem insektenfreundlichen Paradies. Die kleinen Nützlinge und Ihre Mitmenschen als Nutznießer werden es danken.

 

Text: Sebastian Partzsch


Bild 1:
 Diese Hosenbiene gehört zu den Wildbienen, die langen Beinhaare gaben ihr den Namen. Sie bevorzugt trockene sandige Lebensräume wie z. B. den Rüthnicker Sander am Rande des Rhinluchs. Foto: André Neumann
Bild 2: 
Auch die Hummeln gehören zu den Wildbienen. Am frühen Morgen im Spätsommer ist manchmal eine Hummel mit vielen Tautröpfchen bedeckt an ihrem Schlafhalm zu entdecken. Foto: Detlef Hase

 


 

Neue Fällaktion an der Linumhorster Straße

Aber diesmal ist alles anders. Während im Jahr 2017 die Tickerüberschrift zum gleichen Vorgang noch lautete „Erfolgreiche Schlacht um die Allee des Jahres 2011“, kann in diesem Jahr von „Schlacht“ keine Rede sein.

Im Gegenteil: Die Stadtverwaltung hat rechtzeitig vor beabsichtigten Fällmaßnahmen in der wertvollen Allee die anerkannten Naturschutzverbände eingeschaltet und das Gespräch mit dem Bürgerverein Linumhorst und Mitgliedern des Landschaftsfördervereins vor Ort gesucht. Nicht nur das. Schon im Vorfeld geplanter Fällungen wurde ein sachverständiger Gutachter eingeschaltet, um zu prüfen, ob durch Ausschnitt- und Pflegemaßnahmen eine Fällung verhindert werden kann. Respekt! Das kostet ja auch was. Aber genau deswegen hat der Landschaftsförderverein in 2017 die „Schlacht“ geschlagen. Zusätzlicher Aufwand und mehr Geld für alte Bäume.

Erst alle Pflegemaßnahmen ausnutzen und dann fällen. Alle haben dazugelernt. Das ändert nichts daran, dass der LFV auch zu den Pflegemaßnahmen 2018/2019 gegenüber den anerkannten Naturschutzverbänden bereits eine Stellungnahme abgegeben hat. Denn es sollen 6 Eschen noch in diesem Jahr gefällt werden. Das steht auch bei weiteren 3 Bäumen bis Februar 2019 an und bei 3 Bäumen sollen Kroneneinkürzungen erfolgen.

Aber das Ganze geschieht mit dem guten Gefühl, dass auch die Stadtverwaltung mit ihren Gutachtern alles tut, um alte Bäume zu erhalten. Die „Schlacht“ hat sich gelohnt.

Hartmut Rakow

 

 


 

Fast ausverkauft: Der LFV-Kalender 2019 und unser Naturfotobuch „Im Oberen Rhinluch – Unser schönes Naturerbe“

Nur noch wenige Tage bis zum Weihnachtsfest und wir stellen voller Freude fest: Die meisten unserer Naturfoto-Kalender „Im Oberen Rhinluch – 2019“ sind bereits verkauft. Wer noch einen Kalender als kleines Geschenk für Freunde und Bekannte braucht, der sollte uns möglichst schnell eine Mail mit seiner Bestellung schicken  kalender@oberes-rhinluch.de.

Fast täglich haben wir in den letzten Wochen Bestellungen für unser Naturfotobuch erhalten. Auch hier droht bald den Bestellern die „Ausverkauft-Antwort“. Wer zum Weihnachtsfest noch ein Buch bestellen möchte, am besten rasch und über diese E-Mail-Adresse: naturerbe@oberes-rhinluch.de.

Wir möchten nicht versäumen, uns für die vielen lobenden Worte zum Text und zu den Bildern in unserem Buch zu bedanken, über so viel Anerkennung freuen wir uns sehr! (Text: Detlef Hase)

 

 

 


 

Windradplanung beschlossen.

Wie zu erwarten, ist am Mittwoch den 21.11.2018 die Planung für 34 Windeignungsgebiete in unserer Region beschlossen worden.

Dazu gehört auch das Windeignungsgebiet 34 (WEG 34) im Wald bei Neuendorf, Hohenbruch und Beetz/Sommerfeld. In letzter Minute hatten die Gemeinde Löwenberger Land und die Stadt Kremmen und auch private Waldbesitzer mit anwaltlichen Schreiben an die Regionalräte mit Hinweisen auf die Gefahren für den naturnahen Wald und die Gefährdung geschützter seltener Arten in dem Gebiet versucht, die Abstimmung zu beeinflussen. Aber während die Stadt Neuruppin gegen die Planung stimmte, müssen die aus unserem Landkreis Oberhavel delegierten Regionalräte für die Planung gestimmt haben. Einzig Peter Ligner aus Birkenwerder hat sich aus Oberhavel gegen die Planung ausgesprochen. Am Ende haben 22 Regionalräte dafür und 6 dagegen gestimmt. 3 bis 4 Monate wird nun die Prüfung durch die Gemeinsame Landesplanung Berlin- Brandenburg dauern, bevor im Frühjahr 2019 der Plan im Amtsblatt veröffentlicht wird.

Erst dann wird es möglich sein, gegen die Planung zu klagen. Die Gemeinde Löwenberger Land und die Stadt Kremmen beabsichtigen dies zu tun. Klagen können jedoch auch betroffene Eigentümer, Nachbarn, Pächter, Anwohner in der Nähe und auch Eigentümer von Wegen in das Gebiet.

Der Landschaftsförderverein wird sich an einen anerkannten Naturschutzverband wenden müssen, um zu klagen. Die ganze Klagerei führt jedoch nicht zu einer aufschiebenden Wirkung der Gültigkeit der Planung. Die Windradindustrie kann also trotz der eingereichten Klagen Bauanträge stellen und bei Genehmigung bauen. Hierzu ist jedoch das Einvernehmen der betroffenen Gemeinden und Privateigentümer erforderlich. Dann sind unsere Politiker aus den Gemeindeparlamenten gefragt. Und natürlich auch die privaten Waldeigentümer, die etwas gegen das Überfahren ihrer Grundstücke durch Schwerlasttransporte haben. Also auch bei der Bauvorbereitung kann man sich wehren.

Übrigens finden im nächsten Frühjahr auch Kommunalwahlen statt und etwas später Landtagswahlen. Die Ohren unserer Politiker vor Ort sind wahrscheinlich offener als sonst. Gute Gelegenheit auch für den nicht direkt Betroffenen seine Stimme zu nutzen.

 

Wir bleiben dran.

Hartmut Rakow

 

 


 

Schöne Festtage

   Auch in der dunklen und kalten Jahreszeit hat die Rhinluchnatur viel zu bieten. Vielleicht entdecken Sie bei einem Spaziergang einige Winterkraniche im Schneetreiben
 oder einen scheuen Fuchs im Schnee
   oder eine Wacholderdrossel bei der Nahrungssuche
 Auch wenn Ihnen das Beobachtungsglück nicht ganz so hold ist, die winterliche Ruhe im Luch ist ausgesprochen wohltuend und entspannend
   Und nach der Rückkehr ins warme Heim machen Sie es wie die kleine Brandmaus: Blicken Sie voller Vorfreude auf die süßen Schlemmereien
   

Wir wünschen folglich allen Mitgliedern und Freunden/Freundinnen unseres Landschaftsfördervereins – selbstverständlich auch im Namen des gesamten LFV-Vorstandes - eine schöne Weihnachtszeit, glückliche Weihnachtsfeiertage und einen wunderbaren Rutsch in das neue Jahr. (Text + Fotos: Detlef Hase)

 

Mit den besten Wünschen für 2019

Ihre LFV-Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit

(Sebastian Partzsch, Hartmut Rakow, Klaus Michalek, Detlef Hase)

 

 


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+++ LFV-Ticker 2018-11-16 +++

 

Im Oberen Rhinluch – Unser schönes Naturerbe“ – Ein regionaler Bestseller!

„Das Naturerbebuch verkauft sich wie geschnitten Brot“, so Frau Busse vom Touristeninformationspunkt in der Kremmener Museumsscheune.

Dort hatten wir am 23. September das Buch erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt. Bis Ende Oktober waren bereits 75% der produzierten 1.000 Bücher verkauft. Und ständig erhalten wir neue Bestellungen. Wer vielleicht daran gedacht hat, das Buch zu Weihnachten im Bekanntenkreis oder in der Familie zu verschenken, der muss sich ran halten: Geht der Verkauf so weiter, dann ist spätestens Mitte Dezember die Gesamtauflage vergriffen.

Wir freuen uns über den Bucherfolg sehr und hoffen, dass das Buch für mehr Verständnis in der Region für den erforderlichen Naturschutz sorgt. Aber es gibt auch eine kleine Schattenseite: Wir haben den Eindruck, dass der sehr gute Buchverkauf den Verkauf unseres Rhinluchkalenders 2019 beeinträchtigt. Und das ist schade, denn in diesem Kalender zeigen wir 12 schöne Motive aus unserem Buch.

Deshalb haben wir die Bitte, dass Sie auch unseren Kalender „Im Oberen Rhinluch - 2019“ beachten. Es wäre sehr schade, wenn am Jahresende noch viele Kalender übrig bleiben. Sie können unseren Kalender unter der E-Mail-Adresse kalender@oberes-rhinluch.de bestellen. Der Kalender kostet wie in den Vorjahren auch 8,00 Euro zzgl. 2,00 Euro Versand- und Verpackungskosten.

 

Detlef Hase

 

 


 

Statt Ausstellung Kremmen nun Ausstellung Linum

Anlässlich der Buchpräsentation am 23.09. wurde zugleich eine Naturfotoausstellung in der Museumsscheune Kremmen eröffnet.

Zwanzig ausgewählte Buchmotive hatten wir im Format 75 cm x 50 cm auf Leinwand drucken und auf einen Keilrahmen aufziehen lassen. Von den 20 Bildern wurden bis zum Ausstellungsende 5 Bilder verkauft. Für nur 50,00 Euro hatten die Motive „Gräser im Tau“, „Seeadler in der Abendsonne“, „Vierflecklibelle im Gegenlicht“, „Kuckuckslichtnelkenwiese“ und „Kiebitz in der Morgensonne“ Liebhaber*innen gefunden.

Die restlichen 15 Bilder hängen nun in der Naturschutzstation Rhinluch bei Norbert Schneeweiß und warten dort auf Besucher und ggfs. weitere Käufer.

Die Ausstellung ist dort bis zum 16.12. zu sehen. Die Naturschutzstation ist für Besucher von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 09:00 bis 15:00 geöffnet.

Sie finden die Naturschutzstation schräg gegenüber der großen Linumer Kirche: Nauener Straße 68, 16833 Linum, Tel.: 033922 90353.

Detlef Hase

 


 

Windeignungsgebiet im Wald bei Neuendorf, Hohenbruch und Sommerfeld/Beetz wird kommen

Nachdem in der Regionalvorstandssitzung der Regionalen Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel am 17.10.2018 die zukünftige Planung zu 34 Windeignungsgebieten beschlossen wurde, ist auch in der Regionalversammlung am 21.11.2018 von einem entsprechenden Beschluss auszugehen.

Ja, die Enttäuschung ist groß,

- weil die umfangreichen ablehnenden Stellungnahmen der Stadt Kremmen, der Gemeinde Löwenberger Land und des Landschaftsfördervereins nichts bewirkt haben,

- weil der nach längerer Zeit im Windeignungsgebiet 34 wieder brütende Seeadler mit seiner Schutzzone für die Brutstätte nicht zu einer Streichung des WEG 34 im 2.Entwurf geführt hat,

- weil die auch auf unsere Initiative hin in unserer Region überarbeitete Waldfunktionskarte, die für das gesamte WEG 34 Erholungswald Stufe 2 ausweist mit über 50 % Waldbestandteilen von hoher ökologischer Bedeutung, nicht zu einer Änderung der Planung führte,

- weil die von Ministerpräsident Dr. Woidke vorgesehenen Verbesserungen zur Beteiligung betroffener Kommunen und die gerade auch für Prignitz-Oberhavel vorgesehene Veränderungssperre für Planungsgemeinschaften mit nicht rechtskräftiger Windenergieplanung nicht zu einer Aussetzung des Planungsprozesses führte.

Stattdessen: Weiter so!

Die Geschäftsführung teilte in der Sitzung des Regionalvorstandes vom 17.10.2018 nach erneuter Überprüfung der Planung unter Berücksichtigung der eingegangenen Stellungnahmen mit, dass in allen 34 Windeignungsgebieten Windenergieanlagen nicht ausgeschlossen werden können; auch unter Berücksichtigung des Artenschutzes. Deswegen bleibt es bei der Ausweisung auch des WEG 34.

- Die Seeadlerschutzzone soll erst geprüft werden, wenn der Plan beschlossen ist und die Windradindustrie konkrete Anträge zur Aufstellung von Windrädern stellt,

- Erholungswald ist kein Ausschlusskriterium für Windräder, da nur wenig Aufstellungsfläche für Windräder benötigt werden,

- Vorschläge zur Veränderungssperre und Beteiligung der betroffenen Gemeinden mit Sitz und Stimme in der beschließenden Regionalversammlung werden nicht berücksichtigt, da das dafür erforderliche Landesgesetz erst im nächsten (Kommunal-Wahl-) Frühjahr beschlossen wird.

 

Besonders enttäuscht sind wir von Landrat Ludger Weskamp, der gleichzeitig

Vorsitzender des Regionalvorstandes,

der Regionalversammlung der Planungsgemeinschaft und

in Funktion als Landrat des Landkreises

größter Waldbesitzer im Windeignungsgebiet 34 ist.

In der Einwohnerfragestunde des Kreistages am 21.03.2018 hatte er auf die Forderung des Landschaftsfördervereins nach Einzelabstimmung zum Windeignungsgebiet 34 in der Regionalversammlung geantwortet, dies sei zwar möglich, aber er würde dagegen stimmen, weil dann bei Herausnahme des WEG 34 die Planung geändert und erneut ausgelegt werden müsste. Es würde dann eine ungeordnete Entwicklung entstehen, da viele Anträge der Windradindustrie außerhalb der geplanten Windeignungsgebiete einzeln genehmigt werden müssten. Prignitz-Oberhavel wendet den alten Plan aus 2003 wegen vieler kritischer Gerichtsurteile nicht mehr an.

Gerade für diese Fälle hat die Landesregierung eine 2-jährige Veränderungssperre vorgeschlagen, damit die Planung neu überarbeitet werden kann. In der Vorstandssitzung vom 17.10.2018 hat der Landrat extra fürs Protokoll feststellen lassen, dass das Angebot der Landesregierung einer 2-jährigen Veränderungssperre auf Prignitz-Oberhavel nicht zutrifft, weil die Planung nicht durch Gerichtsbeschluss für ungültig erklärt wurde, sondern der Vorstand selbst beschlossen hat, wegen der vielen gerichtliche Einwendungen den Plan nicht mehr anzuwenden.

Also keine Einzelabstimmung über das WEG 34. Keine Herausnahme aus der Planung. (Selbst bei Anerkennung der berechtigten Einwendungen durch die delegierten Kreistagsmitglieder in der Regionalversammlung).

Keine Nutzung der Chance zur 2-jährigen Überarbeitung.

Also: Weiter so. „Weiter so“, heißt für den Landschaftsförderverein: Klagemöglichkeit prüfen und entsprechend handeln!

Hartmut Rakow

 

 


 

2018 - eine interessante Kranichsaison

Trotz der anhaltenden Trockenheit in den vergangenen Monaten haben zahlreiche Kraniche das Rhinluch als Herbstrastplatz aufgesucht.

Auf dem Höhepunkt Mitte Oktober hat die morgendliche Zählung 74.442 Vögel ergeben. Auch jetzt sind noch mehr als 22.500 Kraniche im Gebiet. Die Tiere nutzten in dieser Saison neben dem nicht vollständig vernässten, traditionellen Schlafplatz vor allem das Teichgebiet zum Übernachten. Für die Kranichzählungen war es deswegen wichtig, eine Ausweitung der Zählsektoren vorzunehmen.

Gut aufgestellt erwarteten dienstags früh erfahrene und auch neue Zähler und Zählerinnen den Ausflug der großen, grauen Vögel in alle Himmelsrichtungen. Beim abendlichen Einflug fiel auf, dass zahlreiche Kranichtrupps aus östlichen sowie südöstlichen und südwestlichen Futtergebieten zurückkehrten. Auf verschiedenen Feldern stand der Mais sehr kümmerlich. Die Vögel fanden aber an anderer Stelle durchaus ein ausreichendes Nahrungsangebot. Für sie bedeutete dies, sie mussten längere Wege zu den Äsungsflächen zurücklegen.

Die Kraniche schienen sich im Schlafgewässer auch wohlzufühlen, etliche Trupps flogen erst am späten Vormittag aus. Insofern kann festgestellt werden, dass in der Regel mehr Kraniche in der Region waren, als die morgendlichen Zählungen dienstags ergeben haben. Die faszinierenden Vögel lockten auch wieder viele Besucher an. Im Großen und Ganzen wurden von den Touristen Absperrungen und Hinweisschilder beachtet. Die Wetterlage bescherte den Zählern und Zählerinnen im November immer noch erträgliche Temperaturen in den frühen Morgenstunden. Unbeirrt wird also weitergezählt. Auch in diesem Jahr klappte die Zusammenarbeit zwischen LFV, Storchenschmiede und Naturschutzstation Linum wieder ausgezeichnet.

Allen Beteiligten sei für ihre Arbeit ein herzliches Dankeschön gesagt.

Helga Müller-Wensky

 


 

Fotobuch "Das Obere Rhinluch" im Bestand der Kremmener Stadtbibliothek

Zwei Exemplare des Fotobuches "Das Obere Rhinluch" gehören jetzt zum Bestand der Kremmener Stadtbibliothek. Bibliotheksleiterin Anita Kißner nahm das Geschenk des Landschaftsfördervereins Oberes Rhinluch, der das Buch herausgebracht hat, dankbar entgegen. Vereinsmitglied Dietlind Senger hat den Abschnitt "Kremmener See - adé" geschrieben. "Das Buch zeigt, wie schön es hier ist.", sagte sie bei der Übergabe am 12.11.2018.

Viel Liebe fürs Detail steckt in diesem Buch, welches Dietlind Senger - Vorstandsmitglied im Landschaftsförderverein (LFV) - gestern der Stadtbibliothek geschenkt hat.

Der LFV Oberes Rhinluch e.V. kümmert sich seit mehr als 25 Jahren um den Erhalt der hier typischen Landschaft und wirbt mit dieser Publikation für unser schönes Naturerbe. Großformatige und stimmungsvolle Fotos sind auf 224 Seiten verteilt und laden ein, sich ein Bild zu machen von der uns umgebenen Natur. Wer den Bildband ganz für sich haben möchte, kann im TourismusInformationsPunkt oder beim LFV Oberes Rhinluch (www.oberes-rhinluch.de) eines der letzten Exemplare erwerben. In wenigen Wochen wird dieses Buch vergriffen sein.

Jana Albrecht

 

 

 


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+++ LFV-Ticker 2018-09-14 +++

 

Ausstellungseröffnung  23.09.2018 - Sonntag

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Die Fotografen*innen und Autoren*innen können es kaum erwarten:

Um 14:00 Uhr am Sonntag, den 23.09., werden wir in der Museumsscheune Kremmen unser Naturfotobuch „Im Oberen Rhinluch – Unser schönes Naturerbe“ der Öffentlichkeit vorstellen.

Wir verbinden dies mit Eröffnung einer schönen Fotoausstellung, in der wir 20 Motive aus dem Buch zeigen, die im Format 50x75 cm auf Leinwand gedruckt und auf einen Keilrahmen aufgezogen wurden. Die Bilder bieten wir zum Kauf an. Für nur 50,00 Euro pro Bild können Sie etwas Rhinluchnatur mit nach Hause nehmen – allerdings erst am Ausstellungsende, also am Samstag, den 03.11.2018.

Wir freuen uns sehr darauf, Sie am 23.09. um 14:00 Uhr in der Museumsscheune begrüßen zu können und Ihnen zur Feier des Tages ein Gläschen Sekt anbieten zu dürfen.

* Museumsscheune Kremmen: Scheunenweg 49, 16766 Kremmen, Öffnungszeiten: Mo – So 10:00 – 16:00 Uhr

Das umfangreiche Buch hat 32 Kapitel und 240 Fotos, die darlegen bzw. zeigen, was zu schützen ist. Sie können das Buch ab sofort bestellen. Buchpreis 12,00 Euro + Porto + Verpackung.

Text: Detlef Hase

 


 

Kranichzähler und Kranichzählerinnen aufgepasst

Kraniche vor dem MondKraniche vor der aufgehenden Sonne

Erwartungsvoll sehen wir der Kranichrast in diesem Jahr entgegen. Durch die lang anhaltende Dürre sind im Rhinluch die Wasservorräte fast erschöpft. Auch auf den Maisfeldern sieht es an vielen Stellen trocken und trostlos aus. Das Angebot von Schlafplätzen und Äsungsflächen wird es den Kranichen nicht leicht machen. Aber die Vögel des Glücks werden sich arrangieren und wir werden sie zählen. Kleinere Trupps aus dem Norden sind bereits eingetroffen, weitere werden folgen.

Zwischen Ende September und Mitte November ermitteln wir wöchentlich, wie viele Kraniche im Rhinluch eine Rast einlegen.

Wie gewohnt werden wir uns dienstags vor Sonnenaufgang in der Naturschutzstation in Linum - gegenüber der Kirche - treffen.

Geplant ist mit den Zählungen am 25.9.2018 zu beginnen. Treffpunkt ist um 6:00 Uhr.

Neue ZählerInnen sind herzlich willkommen. Interessierte mögen sich bitte bei mir unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. melden

Bis dahin.

Text & Bild: Helga Müller-Wensky

 


 

Regionalvorstand tagt

Der Vorstand der Regionalen Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel kommt am Freitag, 21. September 2018, um 12:00 Uhr im Ratssaal des Rathauses Neuruppin, Karl-Liebknecht-Straße 33/34, 16816 Neuruppin zu seiner nächsten Sitzung zusammen.Hier wird voraussichtlich auch das geplante WEG 34 im Wald bei Sommerfeld/Hohenbruch thematisiert.

Das Landesamt für Umwelt Brandenburg hat zwischenzeitlich den im Gebiet in diesem Frühjahr entdeckten Seeadlerhorst gegenüber der Regionalen Planungsgemeinschaft bestätigt. Das Seeadlerpaar hat dort erfolgreich gebrütet, der LFV hat darüber berichtet. Es sollen die Ergebnisse der Umweltprüfung ausgewertet werden.

Die Sitzung ist öffentlich. Spannend ist, ob die Seeadlerbrut und die Aufwertung des Waldgebietes durch die neue Waldfunktionskartierung dazu führen, das geplante WEG 34 aus dem neuen Regionalplan „Freiraum und Windenergie“ doch noch zu entfernen.

Text: Sebastian Partzsch

 

 

 


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+++ LFV-Ticker 2018-08-17 +++

 

 

Auge in Auge mit dem Wiedehopf

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Der "Gemeine Brandenburgische Paradiesvogel“, bekannt als Wiedehopf (Upupa epops), kann in den letzten Jahren immer häufiger in den hiesigen Heide- und Trockenwiesenflächen beobachtet werden. Für gewöhnlich nutzen die Tiere für die Jungenaufzucht Baumhöhlen oder bereit gestellte Brutkästen, die sich knapp, meist weniger als ein Meter, über dem Boden befinden. Aber Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel.

Auf dem Gelände der Sana-Kliniken in Sommerfeld hatte sich in diesem Sommer ein Paar die Dachkonstruktion eines der historischen Gebäude für die Aufzucht ihrer Jungen ausgesucht. In einem kleinen Hohlraum hinter einem Dachsparren fanden sie wohl ein sicheres Versteck für ihre Bruthöhle. Futter für die Jungen gab es genug in den nahen lichten Wäldern. Aber auch direkt vor der Haustür, quasi gegenüber dem Haus, unter dessen Dach sich das Nest befand. Die sonst sehr scheuen Tiere hatten sich wohl mit der Nähe der Menschen arrangiert. Denn die Elterntiere suchten das Futter für die Jungen auf einer Grünfläche, an der ein reger Personen- und Fahrzeugverkehr herrschte. So ergab sich für mich als Fotografen die Möglichkeit für ein unglaubliches Erlebnis. Ich konnte mich auch ohne Tarnung bis auf wenige Meter den Futter suchenden Eltern annähern. Sie waren von mir so unbeeindruckt, dass sie mir beinahe ins Objektiv hüpften und einige schöne Aufnahmen möglich machten - Auge in Auge mit dem Fotografen.

Text + Bilder: André Neumann

 


 

 

Schön war´s wieder…

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( 19 Aufnahmen bei dem Klick auf eines der Bilder )

Unser mittlerweile 16. Vereinsfest am LFV-Turm beim „Unkenteich“ im Linumer Teichgebiet hat auch in diesem Jahr wieder viel Freude bereitet. Am zweiten August-Sonnabend versammelten sich in lockerer Atmosphäre der komplette Vereinsvorstand und ca. 30 naturerprobte Mitglieder (und diejenigen, die es an diesem Tag noch werden wollten) zum traditionellen „Turmfest“. Bei angenehmem Wetter und erträglichen Temperaturen blieb in diesem Jahr besonders viel Zeit für intensive Gespräche über Privates und/oder die Natur im Rhinluch. Anders als in den Vorjahren geschehen, wurde dieses Mal auf ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm verzichtet, denn viele Vereinsmitglieder und Freunde kommen nur dieses eine Mal im Jahr beim Turmfest zusammen - und da gibt es natürlich eine Menge zu erzählen. Wer auf neueste Informationen über die zahlreichen LFV-Projekte gehofft hatte, wurde dennoch nicht enttäuscht: Es konnte die Möglichkeit genutzt werden, Detlef Hase, Helga Müller-Wensky, Manfred Wolf, Karl-Heinz Sass, Hartmut Rakow sowie Jana Albrecht, Klaus Michalek und Sebastian Partzsch aktuelle Informationen zum Buchprojekt des Vereins, zum diesjährigen Kranichmanagement, zu den vereinsgepachteten Teichen samt Amphibienpopulation, zum Windschutzstreifenprojekt und zum geplanten Windeignungsgebiet bei Sommerfeld zu entlocken. Ferner bot die Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit den Rhinluchkalender für das Jahr 2019 zum Premierenkauf an. Bei der 2019er Auflage handelt es sich mittlerweile um den 10. Kalender, den der Landschaftsförderverein liebevoll gestaltet und herausgibt!

Im Vorfeld der Veranstaltung stellte sich wieder die Frage, ob denn unser Freiluft-Buffet auch in diesem Jahr wieder reichlich gefüllt sein und alle Teilnehmer satt machen würde. Und ja - so war es und niemand musste hungern! Gerade dieser „Nervenkitzel“ macht unser Fest so besonders, wie mir von einigen Teilnehmern versichert wurde. Man weiß nie, was auf den Tisch kommt, und ob es für alle reicht.

Allen (Essens-, Getränke- und Geld-)Spendern, Akteuren und Besuchern ein herzliches Dankeschön für den schönen Nachmittag!

Text: Sebastian Partzsch  & Bild: Klaus Michalek

 


 

 

Was für eine Dürre im Luch

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Können Sie sich noch an unseren „Luch-unter Wasser-Text“ aus dem Vorjahr erinnern? Wir waren voller Hoffnung, dass die sintflutartigen Regenfälle auch eine gute Seite haben, nämlich höhere Grundwasserstände im Sommer 2018 und somit besserer Schutz der empfindlichen Moorböden vor dem Austrocknen und ihrer Zersetzung.

Hitze und extreme Trockenheit in den letzten Monaten haben diese Hoffnung gnadenlos zerstört. Alles ist ausgetrocknet und der Moorboden baut sich immer mehr ab. Viele Gräben führen kein Wasser mehr. Selbst der größere D-Graben (Fotos) ist schon fast ganz trocken. Unsere im letzten Jahr bei Linumhorst gepflanzten Windschutzstreifen am D-Graben leiden ebenfalls. Wir brauchen endlich einen kräftigen und lang anhaltenden Landregen, damit sich die Bäumchen und Sträucher, die wir gepflanzt haben, vom Hitzestress erholen können.

Nicht nur den Landwirten bereitet das Wetter also viele Sorgen, auch die Natur leidet. Vor allem Fische und Amphibien sind bedroht. Trocknen die Gräben aus, vertrocknen auch die Kaulquappen der Frösche und Kröten. Ob sich das nachteilig auf die Nahrungssituation für die Weißstörche im nächsten Jahr auswirkt, werden wir dann sehen. Und wenn das Wetter so bleibt, dann wird es auch schwierig, für einen ausreichenden Wasserstand an den Kranichschlafplätzen im Herbst zu sorgen.

Aber nicht nur wegen Regenmangel fehlt das Wasser im Luch. Bereits Anfang Juli war der Wasserzulauf vom Ruppiner See in Richtung Rhinluch gestoppt worden, damit die Schiffe dort noch genug Wasser unter dem Kiel haben. Anscheinend ist der Wassertourismus vorrangig gegenüber den Bedürfnissen der Rhinluchnatur. Es stellt sich folglich die Frage nach einem sinnvollen Wassermanagement für das Obere Rhinluch. In einem Jahr lässt man die Region absaufen, weil der Wasserabfluss Richtung Friesack versperrt wird, im folgenden Jahr lässt man die Region austrocknen, um den Wasserpegel anderenorts zu schützen. Vielleicht wäre ein „Wassergipfel“ sinnvoll: Alle Akteure an einen runden Tisch, um gemeinsam nach adäquaten Lösungen zu suchen.

Text: Detlef Hase  &  Bild: Klaus Michalek

 


 

 

Brücke gesperrt

Nun hat die Gemeinde Fehrbellin ihre bereits im Februar getroffene Ankündigung, die denkmalgeschützte Brücke über den Alten Rhin bei Linumhorst für den Fahrzeugverkehr zu sperren, doch noch wahr gemacht und in die Tat umgesetzt. Seit Anfang des Monats versperren Betonpoller den motorisierten Fahrern den Weg über die Brücke - laut Regionalpresse zumindest vorerst bis Mitte des nächsten Jahres. Begründet wird dies mit dem maroden Zustand des Bauwerkes. Fahrradfahrer und Fußgänger dürfen die Brücke allerdings weiterhin nutzen.

In der Vereinsversammlung im März hatten sich unsere anwesenden Mitglieder einstimmig dafür ausgesprochen, dass der LFV Kontakt zum zuständigen Landesministerium aufnimmt, um Möglichkeiten von Fördermaßnahmen zum Erhalt der historischen Brücke in Erfahrung zu bringen. Die Gemeinden Fehrbellin und Kremmen konnten sich seinerzeit nicht darauf verständigen, gemeinsame Mittel für die Sanierung der Brücke, die mit über 600.000 € veranschlagt wurde, zur Verfügung zu stellen. Leider dürfen Fördermittel für die gründliche Instandsetzung vom Infrastrukturministerium des Landes Brandenburg ( MIL) nicht erwartet werden, da die über die Brücke führende Straße nur eine „sehr geringe Bedeutung für den öffentlichen Verkehr“ habe, so die Antwort des MIL auf unser Schreiben vom März des Jahres. Zur Klärung der Frage, ob ggf. landwirtschaftliche Belange betroffen sind, und zur Prüfung von Fördermöglichkeiten wurden wir an das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft verwiesen. In der Tat ist mindestens ein Kremmener Landwirt durch die jetzt vollzogene Sperrung der Brücke erheblich benachteiligt - ein immenser Umweg zum Erreichen seiner landwirtschaftlichen Flächen muss nun in Kauf genommen werden. Inwiefern zugleich der Wasser- und Bodenverband bei der ordnungsgemäßen Durchführung der Gewässerunterhaltung im Luch sowie Rettungskräfte im Ausüben ihrer Tätigkeit im Notfall von der Brückensperrung betroffen sind, erschließt sich uns derzeit nicht. Es besteht die leise Hoffnung, dass sich alle betroffenen Beteiligten in absehbarer Zeit zusammenfinden und gemeinsam nach Lösungen (und Fördertöpfen) für die eventuell doch noch mögliche Sanierung der Brücke über den Alten Rhin suchen. Wir bleiben auf jeden Fall an der Sache dran!

Sebastian Partzsch

 


 

 

Was für ein tolles Insekt

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Als Folge des Klimawandels verändern sich auch Flora und Fauna. Einheimische Tiere und Pflanzen leiden unter Hitze und Trockenheit. Für andere Tiere sind das gute Voraussetzungen, ihren Lebensraum nach Norden auszuweiten. Im Naturpark Westhavelland, ca. 4 – 5 km von dem Ort Rhinow entfernt, wurde vor 5 Jahren die nördlichste Population der Europäischen Gottesanbeterin (Mantis religiosa) entdeckt, die sich seitdem in der Region weiter verbreitet hat. Diese bizarre Fangschrecke ist typisch für die warmen Mittelmeerländer und kam in Deutschland bisher nur in den südlichen Bundesländern vor, also z. B. am Kaiserstuhl in Baden-Württemberg oder in den Weinbergen und Steinbrüchen in Rheinland-Pfalz. Auch am Rande des Rhinluchs, z. B. auf den Sanderflächen bei Rüthnick, gibt es warme und trockene Lebensräume, die für dieses Insekt gut geeignet sind.

Sollten Sie in unserer Region diese Fangschrecke entdecken, wären wir für einen Hinweis sehr dankbar. Das Naturkundemuseum Potsdam hat sogar ein Mitmachprojekt ins Leben gerufen, um mehr über Mantis religiosa in Brandenburg zu erfahren: https://www.potsdam.de/mitmachprojekt-gottesanbeterin-gesucht

Text + Bilder: Detlef Hase

 


 

 

LFV Kalender 2019 - vom Landschaftsförderverein Oberers Rhinluch e.V.

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Er ist wieder da - unser Kalender für das Jahr 2019.

Erstmalig wurde der LFV Kalender 2019 am 11. August zu unserem jährlichen Vereins (Turm) Fest angeboten.

Danke den Fotografen und der Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit & Finanzmittelbeschaffung für diese Arbeit.

Klick zu einer Bestellung

 


 

 +++ ENDE +++

 


Sollten Sie Aufnahmen auf unserer Website entdecken, die das Persönlichkeitsrecht verletzen, bitten wir um eine Information an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.


 

 

+++ LFV-Ticker 2018-07-18 +++/strong>

 

 

 

Der Termin für die Sondersitzung wurde abgesagt. Im August wird ein neuer Termin bekannt gegeben.

Begründung: Das Urteil des OVG Berlin-Brandenburg zum Regionalplan Havelland-Fläming muss noch ausgewertet werden, die schriftliche Urteilsbegründung liegt noch nicht vor.

https://www.prignitz-oberhavel.de/news/oeffentlich/terminabsage-regionalvorstand.html

http://www.maz-online.de/Lokales/Ostprignitz-Ruppin/Neuruppin-Windkraft-Planer-sagen-Sitzung-ab

Sondersitzung zum WEG 34 am 31.07.2018

Ursprünglich sollte in der Vorstandssitzung der Regionalen Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel am 5. Juli 2018 u.a. die Festlegung des Regionalplans „Freiraum und Windenergie“ erfolgen. Folglich wurden Empfehlungen des Regionalvorstandes zu den in den Landkreisen Prignitz, Ostprignitz-Ruppin und Oberhavel befindlichen 34 potenziellen Windeignungsgebieten für die Ende August / Anfang September stattfindende Regionalversammlung erwartet. Doch es kam ganz anders: Aufgrund einer jüngst getroffenen Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Berlin-Brandenburg, den Regionalplan Havelland-Fläming aufgrund diverser Formfehler für nichtig zu erklären, soll nun vor Beschlussfassung geprüft werden, ob das Urteil auch Auswirkungen auf den eigenen 2. Entwurf zum Regionalplan „Freiraum und Windenergie“ vom 26.04.2017 habe.

Aus Sicht des LFV jedoch besonders interessant und wichtig ist die Tatsache, dass das Landesamt für Umwelt Ende Juni gegenüber der Regionalen Planungsstelle den von uns gemeldeten Seeadlerbrutplatz im WEG 34 offiziell bestätigt hat und infolgedessen der gemäß tierökologischen Abstandskriterien vorgesehene 3-km-Schutzradius rund um den Horst durch die Regionalplanung zu berücksichtigen sei. Die Planungsgemeinschaft wolle nun zunächst intern beraten, wie mit dem neuen Sachverhalt umgegangen wird. Denkbar wäre es, dass das WEG 34 komplett aus dem Regionalplan gestrichen bzw. massiv verkleinert wird.

Aufgrund der vorgenannten Umstände findet nun am 31. Juli 2018 um 14:00 Uhr die öffentliche Sondersitzung des Regionalvorstandes in der Kreisverwaltung Ostprignitz-Ruppin (Raum 0.27), Heinrich-Rau-Straße 27-30, 16816 Neuruppin, statt. Die Tagesordnung finden Sie hier:

https://www.prignitz-oberhavel.de/gremien-und-sitzungen/regionalvorstand.html#section-id-42

Falls Sie es zeitlich einrichten können, nehmen Sie bitte an der Sitzung teil - auch wenn es kein Rede- und Fragerecht der Öffentlichkeit gibt. Zeigen Sie vor Ort Präsenz und fordern Sie durch Ihre Anwesenheit, dass das WEG 34 aus artenschutz- und naturschutzrechtlichen Gründen endgültig gestrichen wird.

 

Sebastian Partzsch

 


 

 

Erfolgreiche Podiumsdiskussion „Rettet diesen Wald“ im Spargelhof Kremmen

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Für Samstag den 30.06. hatten wir in Zusammenarbeit mit dem Spargelhof Kremmen zu einer Podiumsdiskussion zu dem geplanten Windeignungsgebiet 34 eingeladen und gut 100 interessierte Zuhörer und Gäste waren dieser Einladung gefolgt.

Zu Beginn der Veranstaltung, die von dem bekannten RBB-info-Radio-Moderator Dietmar Ringel souverän geleitet wurde, trug Detlef Hase von LFV-Vorstand in einem Eingangsstatement unsere ablehnende Position vor:

Die gesamte Planung beruht auf veralteten Daten: Weder wird der ökologische Wert des Waldes berücksichtigt, so wie in der aktuellen Waldfunktionskartierung dargestellt, noch passt die WEG-34-Planung zu den diesjährigen Seeadlerbruten in dem Gebiet. Somit handelt es sich bei diesem Waldgebiet nicht um einen konfliktarmen Raum und die Planung des WEG 34 verstößt somit gegen die Grundsätze zur Planung von Windeignungsgebieten.

Der Leiter der Planungsgemeinschaft, Herr Kuschel, gab zu, dass es neue Entwicklungen und Informationen gibt, die die jetzige Planung nicht berücksichtigt. Allerdings muss es möglichst schnell einen Regionalplan geben, der die neuen Windeignungsgebiete ausweist, denn ansonsten drohen auch Bauanträge der Windkraftindustrie in solchen Gebieten, die im jetzigen Plan nicht für den Windradbau vorgesehen sind.

Detlef Hase lehnte es jedoch ab, das vom WEG 34 betroffene Waldgebiet praktisch zu opfern, damit der Regionalplan rasch zustande kommt und verwies auf die rechtlichen Möglichkeiten, gegen den Regionalplan vorzugehen, sofern das WEG 34 mit beschlossen wird. Herr Ebeling von der Bundesinitiative Vernunftkraft wies in seinen Diskussionsbeiträgen auf das hohe Tötungsrisiko für Greifvögel und Fledermäuse hin sowie auf die Verunstaltung des Landschaftsbildes durch die immer höher werdenden Windkraftanlagen. Auch Lärmbelästigungen und Gesundheitsgefahren für die Menschen, die in der der Nähe der Anlagen wohnen, wurden thematisiert.

Der Spargelhof-Geschäftsführer, Herr Voigts, zeigte deutlich große Sympathie für die inhaltlichen Positionen des Landschaftsfördervereins. Deshalb hat er uns auch angesprochen, ob wir unsere Foto- und Info-Ausstellung „Rettet diesen Wald“ zur Spargelsaison im Kremmener Spargelzelt zeigen wollen. Als Landwirt muss er nachhaltig denken und wirtschaften, dazu gehört auch, die Belange der Natur angemessen zu berücksichtigen. Und das Obere Rhinluch ist ein schützenswerter Lebensraum, in dem noch viele Naturerlebnisse möglich sind. Und die Region muss auch für Gäste attraktiv bleiben, denn das dient auch den Betrieben und der einheimischen Wertschöpfung.

Auch viele Zuhörer beteiligten sich mit eigenen Gedanken und Wortbeiträgen an der Diskussion. Erstaunlich, wie schnell die zwei Stunden vorbei gegangen sind.

Unterlagen und Presseartikeln zu dieser gelungenen Veranstaltung folgend unter:

 

Eingangsstatement Detlef Hase/ LFV Oberes Rhinluch e.V.

Waldfunktionskarte

OGA-Seeadlerartikel 

OGA-Artikel zur Podiumsdiskussion

 

 


 

 

Alle Jahre wieder: Herzliche Einladung zum LFV-Turmfest

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Auch in diesem Jahr möchten wir Mitglieder und Freunde des LFV zu unserem nun schon traditionellen Turmfest bei unserem Beobachtungsturm am Unkenteich im Teichgebiet Linum ganz herzlich einladen.

Wir freuen uns auf viele Gäste und nette Gespräche rund um die schöne Rhinluch-Natur und unsere LFV-Arbeit. Am Samstag, den 11.08.2018 wollen wir um 16.00 Uhr beginnen. Wie in den vergangenen Jahren auch hoffen wir darauf, dass fleißige Hände und großzügige Spender unser Buffet mit leckeren Speisen und Getränken auffüllen, so dass alle satt und zufrieden am Abend wieder nach Hause gehen können.

Und auch schon Tradition ist es, dass wir pünktlich zum Turmfest unseren LFV-Kalender „Im Oberen Rhinluch 2019“ vorstellen und zum Kauf anbieten werden. Bitte Daumen drücken, dass auch das Wetter mitspielt und wir wieder einen schönen und gemütlichen Nachmittag miteinander verbringen werden.

Ihr LFV-Vorstand

 


 

 

Geschäftsführer/in gesucht

Bekanntlich haben die anwesenden Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung im März des Jahres einstimmig beschlossen, dass für die zunehmende und immer umfangreicher werdende Vereinsarbeit eine Geschäftsführerin bzw. ein Geschäftsführer eingesetzt werden kann.

Der Vorstand wurde damit beauftragt, nach geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten Ausschau zu halten und alles hierfür Notwendige in die Wege zu leiten. Mittlerweile wurde ein entsprechendes Anforderungsprofil erarbeitet, das auf unserer Webseite als PDF abrufbar ist.

Wir sehen nunmehr freudig den eingehenden Bewerbungen bis 31.08.2018 entgegen. Zur Vergrößerung unserer Erfolgschancen (und des Bewerberkreises) werden wir uns ebenfalls demnächst an die Lokalpresse wenden.

 

Sebastian Partzsch

 


 

 

Sommerzeit ist Schmetterlingszeit

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Der Hochsommer ist oft auch ein Schmetterlingssommer, vor allem, wenn es warm und trocken ist. Zwar wird allseits und berechtigt ein großes Insektensterben beklagt, trotzdem ist es für den aufmerksamen Beobachter immer noch möglich, auf naturbelassenen Flächen die bunten und flatternden Gaukler zu entdecken.

Fast jede*r wird das Tagpfauenauge (1) kennen. Gilt das auch noch für den Kleinen Fuchs (2) oder für den Schachbrettfalter (3) + (4)? Oft lohnt es sich, auch nach den kleineren und selteneren Faltern Ausschau zu halten. Auf trockenen Wiesen kann man mit etwas Glück das Sechsfleckwidderchen (5) an einem Grashalm finden oder den interessant gemusterten Dickkopfspiegelfalter (6).

Ziemlich selten hingegen ist der Blaue Eichenzipfelfalter (7) zu sehen, nicht weil er so selten ist, sondern weil er sich überwiegend in den hohen Baumkronen aufhält und sich dort vor allem vom Honigtau der Blattläuse ernährt. Und vielleicht können Sie sogar an warmen und trockenen Standorten auch ein Taubenschwänzchen (8) beobachten. Dieser südeuropäische Wanderfalter kommt im Sommer aus den Ursprungsgebieten zu uns und kann sich bei warmem Sommerwetter ziemlich stark vermehren. Wie ein kleiner Kolibri schwirrt der Falter rasch von Blüte zu Blüte, bleibt ganz kurz im Flug vor der Blütenöffnung stehen (9), um mit seiner langen Rüsselzunge Nektar zu saugen und um nach wenigen Sekunden schon zur nächsten Blüte zu schwirren. Diesen flatternden Irrwisch zu fotografieren, das bringt den Naturfotografen fast an seine Schmerz- und die Fototechnik an ihre Leistungsgrenze.

Die sommerliche Schmetterlingssuche ist auf jeden Fall sehr kurzweilig und unterhaltsam und mit einem guten Bestimmungsbuch (10) macht es auch noch doppelt so viel Spaß. Nicht nur die Nashörner in Afrika haben ein Recht zu überleben, sondern auch unsere bunte Falterwelt ist schützenswert, obwohl, zugegeben, nicht immer ganz einfach zu entdecken.

Viel Erfolg dabei wünscht Ihnen

Detlef Hase (Text + alle Fotos)

(10) z. B: Bellmann: Kosmos-Schmetterlingsführer, ISBN 978-3440-11965-5

 

 +++ ENDE +++

 


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