Stellungsnahme Windkraft

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Erfolgreiche Unterschriftenübergabe gegen Windräder in unsere Region

Wir möchten uns bei allen Vereinsmitgliedern und den vielen Bürgerinnen und Bürgern ganz herzlich bedanken, die am Samstag, 21.05.2016, den Weg nach Kremmen gefunden haben, um mit dem Vorstand gemeinsam gegen die geplanten Windeignungsgebiete “in unseren Wäldern” zu demonstrieren.

Unsere 787 Protest-Postkarten flatterten eindrucksvoll im Wind und über 30 Plakate mit unserem Motto “Keine Windräder in unserem Wald” wurden von den Anwesenden in die Höhe gehalten.

Sebastian Partzsch, Detlef Hase, Helga Müller-Wensky und Peter Bendoraitis hielten wie geplant die vorbereiteten und aufeinander abgestimmten Reden, die von den rund 100 Anwesenden mit Zustimmung und teilweise sogar mit Beifall gut aufgenommen worden sind. Mitglieder der Volksinititative Rettet Brandenburg nutzten die Möglichkeit, für das laufende Volksbegehren für einen höheren Mindestabstand zur Wohnbebauung und gegen Windkrafträder im Wald zu werben.

Höhepunkt der Veranstaltung war jedoch die Aushändigung einer Übergabeurkunde an den Kremmener Bürgermeister Klaus-Jürgen Sasse, mit der die symbolische Übergabe der 787 Protest-Postkarten mit den Unterschriften der Bürgerinnen und Bürger gegen die aktuell geplanten Windeignungsgebiete erfolgt ist. Sehr sympathisch kam auch herüber, wie Bürgermeister Sasse danach “als Bürger” zu den Anwesenden gesprochen hat und keinen Hehl daraus machte, dass er die Planung dieser Windeignungsgebiete ebenfalls ablehnt und sich bemühen wird, die Region Kremmen vor dem Bau von Windrädern in diesen Waldgebieten zu schützen.

Wie geplant endete unsere Veranstaltung nach ca. 60 Minuten und alle Anwesenden waren sich einig: Da ist dem Landschaftsförderverein eine gut vorbereitete und sehr öffentlichkeitswirksame Aktion gelungen. Aber klar dürfte auch sein: Es werden weitere Aktionen erforderlich, soll der Ausweis dieser Windeignungsgebiete verhindert werden.

Die Rede des Vorsitzenden finden Sie hier: … als PDF (in einem extra Fenster)

Bilder unserer Fotografen:

IMG_7500 Keine Windräder in unserem Wald Oberes Rhinluch e.V.IMG_7506IMG_7507IMG_7509

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Foto: G.Becker

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Foto: K.Michalek

 

Video (6 min) in verschiedenen Auflösungen/ Formaten:

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Der Vorstand hat eine Stellungnahme gegen den Ausweis von neuen Windeignungsflächen in zwei schützenswerten Waldgebieten bei Beetz/Neuendorf und bei Staffelde/Autobahndreieck Havelland erarbeitet und einstimmig beschlossen.

 

PRESSE-MITTEILUNG des LFV Oberes Rhinluch e.V.

Zusammenfassung der Argumente

Fachbeitrag-Biotopausstattung-in-EG  (5 MB/ Text-Foto/ 7 Seiten/ PDF )--> Es öfffnet sich ein extra Fenster

Vollständige Stellungnahme  (0,2 MB/ Text/ 18 Seiten/ PDF )--> Es öfffnet sich ein extra Fenster

 

 

Aufnahmen von den geplanten Waldgebieten

11 Aufnahmen

  Kartenansicht EG 34
Blick-auf-WaldkanteBuchenwald-mit-TotholzanteilEichenwald-Heidelbeere-WEG-34Laubwald-WEG-34      EG-34-Waldkartierung
     

 

 

 

Regionalplan "Windenergienutzung"  (Regionale Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel)

 

 

 

Sie erreichen unseren Arbeitskreis unter:  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

 

Danke für Ihre Aufmerksamkeit

AK Windkraft des LFV Oberes Rhinluch e. V.

 

 

 

 

Kurztexte

 

Windeignungsgebiet 34

A) Die Eignung für die Aufstellung von Windkraftanlagen geht von einem Wald aus monotonem Forstbeständen aus. Stattdessen besteht das Gebiet flächendeckend aus hochwertigem Mischwald und alten Eichen- und Buchenwaldbeständen mit hoher Naturschutzwürdigkeit.

1. Es ist kein Wirtschaftswald wie in der zugrunde gelegten Waldfunktionskarte ausgewiesen, sondern eine Waldfläche mit hoher ökologischer Bedeutung.

2. Das Gebiet ist Bestandteil eines großen geschlossenen Waldgebietes mit hohem Tabuzonenanteil und umgeben von absolut schutzwürdigen Flächen (Nationales NaturErbe, Freiraum und SPA).

 

B) Der Wald im geplanten Gebiet ist Brutstätte, Lebens- und Nahrungsraum für mehrere störungssensible, seltene und schützenswerte Vogelarten wie Seeadler, Fischadler, Wanderfalke und Hohltaube. Der Schwarzstorch nistete noch vor kurzem in dem Gebiet.

1. Seeadler: Schutzzone von 3 Kilometern nach TAK-Liste überdeckt gesamtes Gebiet.

2. Fischadler brütet 400m von der Grenze des Gebietes entfernt. Die Schutzzone reicht 600 Meter in das geplante Windeignungsgebiet hinein.

3. Wanderfalke brütet 800 Meter von der Grenze des Gebietes entfernt. Die Schutzzone reicht 200 Meter in das Gebiet.

4. Hohltaube: Vorkommen im Gebiet wurde bestätigt.

5. Schwarzstorch brütete bis vor kurzem im Gebiet, Habitatstruktur weiterhin für die Art geeignet.

 

C) Das geplante Windeignungsgebiet beeinträchtigt die An- und Abflugzonen von Europas zweitgrößtem Binnenrastplatz für Kraniche aus und in Richtung Osten.

1. Mehr als hunderttausend Kraniche und zehntausend Gänse aus Osten und Nordosten fliegen den Herbstrastplatz Linum an.

2. Die Thermik der ungestörten Waldkante des geplanten Windeignungsgebietes ist Voraussetzung für das Aufsteigen der Kraniche beim Abflug.

3. Der ungestörte Freiraum der unmittelbar benachbarten Luchlandschaft ist wichtiger Raum zur Nahrungssuche und zum Anflug des Rastplatzes für Kraniche.

Windeignungsgebiet 34


 

Windeignungsgebiet 35

 

•  Bei der Planung des Windeignungsgebietes wurden bestehende Schutzgebiete und die Beeinträchtigung benachbarter Schutzgebiete nicht ausreichend berücksichtigt.(LSG und SPA)

•  Die Flugbeziehungen störungssensibler Tierarten wie Kranich und Gans zwischen Brut-, Rast-und Nahrungsplätzen wurden nicht berücksichtigt.

•  Die Funktion des geschützten Rastplatzes wird durch die Planung des Windeignungsgebietes gestört.

 

 

Vorranggebiete Freiraum

• Die im Entwurf zum Regionalplan Windenergie und Freiraum enthaltenen Ausweisungen zu Vorranggebieten Freiraum sind um die Flächen des gesamten Kremmener Luchs, des Hohenbruch-Schleuenschen Luchs, des Ziehtener Luchs und des Neukammer Luchs zu erweitern .

• Bei den genannten Luchgebieten handelt es sich um ökologisch besonders wertvolle Offenlandflächen, die für den Vogelzug eine internationale Bedeutung haben und auch vielen einheimischen und bedrohten Tierarten eine Lebensgrundlage bieten. Entsprechend der Zielstellung für die Freiraum-Vorranggebiete, nämlich ökologisch hochwertige und bedeutsame Freiräume nachhaltig zu schützen, sind diese Luchgebiete in die Planung der Freiraum-Vorranggebiete mit aufzunehmen.

 

 

 

 

Video (6 min) in verschiedenen Auflösungen/ Formaten:

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